Es wurde gestrichen
22.03.2001
"Die Rotstifte" und ihre Kabarett-Einlage mit Angela Merkel und Edmund Stoiber bei der Farbberaterin hat das Publikum sowohl visuell wie auch verbal sehr erheitert. Foto. kn Es wurde gestrichenDie "Rotstifte" setzten den Stift anHOMBERG Mit dem Titel "Frisch gestrichen" traten "Die Rotstifte" aus Unterfranken, eine dreizehnköpfige Kabarettgruppe, am 17. März in der Stadthalle auf. In ihrem Programm setzten sie wahrlich den Rotstift an. Scharfzüngig und mit viel Humor waren Kirche, Politik und Gesellschaft kritisch beäugt worden. Die Kirche als dienstleistungsorientiertes Unternehmen mit Angeboten wie "sunday-moming-plus" und dem 'Kleinen-Sakrament-Paket" bzw. "Großes-Sakrament-Paket", inklusive Beerdigung, erheiterte das Publikum ebenso wie die "Farb-Beratung", bei der es um die gesinnungspolitische Farbe von Merkel bis Schröder ging. Der Höhepunkt dabei war die vorgesetzt getragene Maske. Nach einer Glosse der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ging es um ein Ein-Mann-Streichorchester, bei dem der Rest wegen Überflüssigkeit wegrationalisiert wurde. Die Begründungen lauteten wie folgt: wenn beim Anspielen erkennbar werde, dass dem Publikum die Musik bekannt sei, könne man sich das Vorspielen sparen und somit die Kosten für die Musiker. Damit zeigt sich, wie die unlogische Logik, bzw. die logische Unlogik umwerfend erheiternd sein können, was das Publikum mit viel Applaus honorierte. (kn) |
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